2014, was bisher geschah …

Die ersten drei Monate des Jahres 2014 sind vergangen. Und es scheint, als werde dies ein unglaublich ereignisreiches Jahr. Betrachtet man es im Hinblick auf das chinesische Horoskop, haben wir seit dem 31.1.2014 das Jahr des Pferdes. In China bedeutet das Pferd vor allem Lebenslust, es steht für Abenteuer und Selbstbewusstsein. Das Pferd verheißt Tatendrang und Energie und ist nur sehr sehr schwer zu bremsen. Dies kann positiv aber auch negativ sein.

So bietet es Platz für Neues, für neue Entwicklungen, Ideen und Projekte, die wachsen können. Das Pferd kann Zufriedenheit und Selbstvertrauen schenken. Aber mit Turbulenzen ist zu rechnen. Jederzeit. Denn nichts steht still. Oder zumindest scheint nichts still zu stehen. Hektik scheint im Jahr des Pferdes vorprogrammiert zu sein. Vor allem, weil es ein nach vorn gerichtetes Jahr ist. Die Vergangenheit, das was vor dem Jahr des Pferdes war, interessiert das Pferd nicht. Und all das, beschreibt die ersten Monate des Jahres 2014 ziemlich gut.

In Januar, Februar und März war bereits viel los. Im Januar spitzt sich der Konflikt in der Ukraine immer weiter zu, es gibt Demonstrationsverbote ohne ersichtliche Gründe, Regierungschef Asarow tritt zurück, ein Oppositionsaktivist wird mit deutlichen Folterspuren am Körper einige Tage nachdem er als vermisst gemeldet wurde, aufgefunden und ein anderer ukrainischer Regierungsgegner wird tot aufgefunden.

Auch im Februar gehen die Anschläge in Syrien noch weiter, Internetseiten wie Facebook oder Google geben zu, Daten von Nutzern an US-Geheimdienste weitergegeben zu haben, die Türkei beschließt, die Zensur im Internet in der Türkei gesetzlich zu verschärfen und der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Peter Friedrich, tritt aufgrund der Edathy-Affäre von seinem Amt zurück. Die olympischen Spiele finden in Sotchi statt und im Verlauf dessen wird eine deutsche Biathletin des Dopings verdächtigt. Die Straßenkämpfe in der Ukraine werden währenddessen brutaler und nehmen schlimmere Ausmaße an. Scharfschützen postieren sich, Tränengas, Wasserwerfer und Blendgranaten werden eingesetzt und es gibt immer mehr Verletzte und Tote. Präsident Janukowitsch flieht schließlich und die inhaftierte Oppositionspolitikerin Timoschenko kommt frei. Neue Parlamentswahlen sind angesetzt. Russland beginnt derweil mit der Besetzung der Krim. In Syrien lockt die Armee Rebellen in einen Hinterhalt und tötet 175 von ihnen.

Im März 2014 besetzen immer mehr russische Soldaten die Krim, die mittlerweile zur autonomen Republik erklärt wurde, russische Soldaten dringen in einen ukrainischen Luftwaffenstützpunkt ein und der Zugang der ukrainischen Boote zum Marinestützpunkt wird blockiert. Währenddessen verschwindet der Malaysia-Airlines-Flug MH370 mit 239 Personen an Bord vom Radar und ist bis Ende März noch nicht gefunden worden. Es wird bekannt, das die Geräte, die eine Ortung der Maschine auf dem Radar der Flugsicherung erlauben, manuell abgeschaltet wurden und das offensichtlich von jemandem, der genau wusste, was er tat. Dann wich die Maschine vom Kurs ab und flog wahrscheinlich noch sieben weitere Stunden durch die Gegend. Der Absturzort wird in der Nähe von Australien im indischen Ozean vermutet. Doch Beweise fehlen bis Ende März immer noch. Uli Hoeneß wird wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er nimmt die Strafe an und tritt von allen Ämtern beim FC Bayern zurück. Die große Mehrzahl der Abgeordneten auf der Krim stimmt währenddessen für einen Beitritt zu Russland und das Referendum bestätigt diesen Wunsch dann. Putin und Politiker der Krim unterzeichnen einen Vertrag zum Anschluss der Republik Krim an Russland. Der Westen sieht dies nicht als geltend an. Es gibt vereinzelte Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Soldaten. In der Türkei lässt Ministerpräsident Erdogan Twitter und YouTube sperren, trotzdem und trotz all der Korruptionsvorwürfe gegen ihn, gewinnt seine Partei Ende März die Kommunalwahlen in der Türkei. Danach droht Erdogan seinen Kritikern mit Rache und steht unter Beobachtung. Der Westen beschließt ebenfalls Sanktion gegen Russland, und obwohl der Westen sich um Gespräche mit Putin und dem russischen Außenminister bemüht, gibt es keine Entspannung der Lage.

Dies sind nur einige Ereignisse, die sich in den ersten drei Monaten des Jahres zugetragen haben. Dazu kommt noch die Diskussion um ein mögliches Freihandelsabkommen, das mit immer größerer Wahrscheinlichkeit in Kraft treten wird und einen neuen kontroversen Report zur Klimaerwärmung.

Bereits die ersten drei Monate waren also voller Turbulenzen, und sicherlich trifft das auch auf die Leben vieler Menschen da draußen zu. Manchmal möchte man gar nicht dran denken, wie diese begonnenen Geschichten weitergehen und welche neuen wohl in den nächsten neun Monaten noch dazukommen.

Aber wir sollten nicht vergessen, dass auch viele gute Dinge passiert sind. Ob in der Weltgeschichte oder im Privaten. Es gibt immer auch Gutes, das uns widerfährt. Und leider brauchen wir auch oft Stolpersteine und Schwierigkeiten, damit es Fortschritte gibt. Außerdem besagt das Jahr des Pferdes, das uns nicht passieren kann, wenn wir flexibel bleiben und tief durchatmen. Und vor allem für alle, die schon immer etwas Verrücktes tun wollten, ist dieses Jahr perfekt. Das Pferd verspricht auch, mehr Leichtigkeit in der Liebe und das gute Verzeihen von Fehlern.

Es ist unmöglich, jetzt zu sagen, wie dieses Jahr ausgehen wird oder was es uns noch bringen wird. Die ersten drei Monate sind vielleicht nicht so gelaufen, wie wir das wollten, aber was das für ein Jahr sein wird, wissen wir erst am 31.12. um kurz vor Mitternacht. Und bis es soweit ist, müssen wir wohl einfach den Sprung wagen und Hoffnung haben, dass es das beste Jahr unseres Lebens werden kann.