Get rich or die trying

This is ten percent luck, twenty percent skill
Fifteen percent concentrated power of will
Five percent pleasure, fifty percent pain
And a hundred percent reason to remember the name!

 (…)

Forget Mike – Nobody really knows how or why he works so hard
It seems like he’s never got time
Because he writes every note and he writes every line
And I’ve seen him at work when that light goes on in his mind
It’s like a design is written in his head every time
Before he even touches a key or speaks in a rhyme
And those motherfuckers he runs with,
The kids that he signed?
Ridiculous, without even trying,
How did he do it?!

Diese Strophen entstammen dem Song “Remember the name” von der Rapgruppe „Fort Minor“. Es geht darum, sich einen Namen zu machen, jemand zu sein – und das entgegen aller Vorhersagen anderer. Sein Ding zu machen und erfolgreich zu sein, ganz egal, was die anderen sagen. Man verfolgt seinen Traum und will ihn in der Realität erleben.

Viele haben Ziele in ihrem Leben und verfolgen diese. Sie wünschen sich mehr, als sie jetzt gerade haben und tun auch einiges dafür, die Ziele zu erreichen. Diesen Weg einzuschlagen und durchzuhalten, ist nicht leicht, und da er bedeutet, das eine oder andere Opfer zu bringen, fragt man sich vielleicht manchmal, ob es das Ganze überhaupt wert ist. Zudem immer auch Glück oder Pech eine Rolle spielen: Manche werden sprichwörtlich in ein erfolgreiches Leben hineingeboren, sie haben alle Mittel wie Möglichkeiten und die Unterstützung, ihre Träume wahr werden zu lassen. Andere dagegen haben es von Anfang an schwer und müssen dann auch noch mit Schicksalsschlägen kämpfen. Einfach hat es niemand, der will, dass man sich einmal an seinen Namen erinnert. Es ist ein Kampf. Und man glaubt zu sehen, wer den Kampf gewonnen und wer ihn verloren hat, wenn man mal einen Spaziergang durch München macht.

Betrachtet man sich die Kundschaft, die in der Maximilianstraße flaniert, den edlen Porsche parkt und in den exklusivsten Geschäften einkauft oder davor im teuren Kleid Kaffee trinkt, dann ahnt man, dass diese Menschen es geschafft haben. Ihre Namen haben Bedeutung, wenn es um Geld und Ruhm geht. Dasselbe Bild bietet sich einem, wenn man bei einem Spiel der Basketballer des FC Bayern München einen Abend im VIP-Raum des Audi Dome verbringt. Das Leben kann süß schmecken.

Aber auch sehr bitter, geht man abends dann nochmal über den Marienplatz und sieht die Obdachlosen, die dort auf Pappkartons und unter alten Decken übernachten. Sie liegen ganz nah an der Maximilianstraße und sind doch weit von ihr entfernt.

In welcher Gesellschaft man lieber ist, muss man selbst entscheiden, und auch, wie man möchte, dass sich andere an einen erinnern. Schließlich führen viele Wege zu diesem Ziel. Reich und berühmt zu werden ist nur einer. Der beste Weg aber ist der, sich frei zu machen von den Denkkategorien “reich/erfolgreich” und “arm/obdachlos”. Am ehesten bleibt man wohl im Gedächtnis haften, wenn man das Leben und das Herz anderer berührt. Das kann mit einer besonderen Gabe geschehen oder einfach nur mit Worten und Taten. Und es soll sich sogar schon zugetragen haben, dass einem die gutmütige Erscheinung eines Obdachlosen deutlicher in Erinnerung blieb als die teure, aber austauschbare Sonnenbrillenfassade eines Shoppinggängers auf der Maximilianstraße.